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Ja oder Nein?! - Matze Sill

„Vor allen Dingen aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem anderen Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt.“ Jakobus 5:12



Wer von euch war mal ein Kind? Habt ihr, als ihr klein wart, folgendes nicht auch schon einmal gemacht: Ihr habt jemandem etwas versprochen (oder gar geschworen, gelobt, o.ä.) und dabei hinter eurem Rücken die Finger gekreuzt, sodass ihr eurer Meinung nach, dieses Versprechen im Nachhinein nicht halten musstet? Mindestens in diesem Fall sind wir mit dem heutigen Thema bereits einmal in Verbindung gekommen. Aber ebenso begegnet es uns ab und zu in anderen Bereichen unseres Lebens: Ein Schwur vor Gericht, eine Vereidigung oder ein Ehegelöbnis sind nur wenige Beispiele dafür. Wir wollen dieses Thema nun gemeinsam etwas näher betrachten, dazu folgende Gliederung:

Gliederung:

I. Gelübde (Schwüre, Eide, etc.)

II. Integrität (Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit, Glaubwürdigkeit)

III. Gericht



I. Gelübde (Schwüre, Eide, etc.)


„Vor allen Dingen aber, meine Geschwister, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem anderen Eid.“ (Jakobus 5:12a)


Wer weiß, wie häufig Jakobus als Kind etwas geschworen oder gelobt hat und dabei die Finger hinter dem Rücken gekreuzt hatte, und sich dafür im Nachhinein von seinem großen Bruder ähnliche Worte anhören musste, wie er nun selbst schreibt. Denn wer war Jakobus nochmal? Richtig, der jüngere Halbbruder Jesu. Und er scheint seinem Bruder tatsächlich gut zugehört zu haben, denn die Worte, die er hier schreibt, sind den Worten Jesu in der Bergepredigt sehr ähnlich: „Ihr habt weiter gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: ‚Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollst Gott deinen Eid halten‘. Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs. Auch sollst du nicht bei deinem Kopf schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen. Ihr sollt sagen: ‚Ja, ja; nein, nein.‘ Was darüber hinausgeht, das ist vom Bösen.“ (Matthäus 5:33-37)

Sprechen Jesus und Jakobus hier also ein allgemeines Verbot zu schwören aus?

Ich möchte euch nur kurz ein paar Gründe nennen, warum ich nicht denke, dass es hier um ein generelles Verbot des Schwörens geht:


1.Viele gottesfürchtige Männer im AT schworen

(z.B. 1.Mose 24:37 + 2.Mose 13:19 + Josua 14:9 + 1.Samuel 20:3)

2. Im AT fordert Gott sein Volk auf zu schwören, Eide abzulegen, usw. (z.B. 5.Mose 6:13 + 2.Mose 22:9-10)

3. Paulus im NT schwört, legt Gelübde ab und stellt andere unter Eid (z.B. 2.Korinther 1:23 + Apostelgeschichte 18:18 + 1.Thessalonicher 2:10-12 & 5:27)

4. Jesus selbst schwieg bei seinem Verhör vor dem Hohepriester bis er unter Eid gestellt wurde. Erst dann antwortete er (Matthäus 26:62-64).

Gegebenenfalls schwor Jesus sogar selbst – wenn man seine häufige Aussage „Wahrlich, wahrlich“ (hebräisch: „Amen, Amen“) als Übertragung eines alttestamentlichen Schwures versteht.

5. Zudem beachte man auch Jesu Worte, die er zu Anfang der Bergpredigt spricht: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird weder der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz vergehen, bis alles erfüllt ist.“ (Matthäus 5:17-18)

6. Gott selbst hat geschworen (1.Mose 22:16 + Hebräer 6:13-18 + 2.Mose 6:8 + Psalm 132:11)

Aus diesen Gründen bin ich der Überzeugung, dass weder Jesus noch Jakobus ein generelles Schwurverbot aussprechen. So wie Gott selbst schwört - er tut es nicht häufig, sondern nur selten zu bestimmten und besonderen Anlässen – dürfen auch wir zu besonderen Anlässen einen Eid ablegen. Doch wenn dies stimmt, stellt sich die Frage: Worum geht es in unserem Text denn dann? Die Antwort lautet: Integrität.

II. Integrität (Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit, Glaubwürdigkeit)

Und wenn uns jemand etwas über Integrität sagen kann, dann ist es (neben Jesus) mit Sicherheit Jakobus.

Denn Jakobus war nicht nur der Halbbruder Jesu. Wisst ihr, wie er in der ersten Gemeinde genannt wurde? Aus Überlieferungen weiß man, dass sie ihn „Jakobus, den Gerechten“ nannten. Er war bekannt für seine Rechtschaffenheit, seine Frömmigkeit; und seine Hingabe und seinen Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Er trank kein Wein und aß kein Fleisch. Er war ein Mann voller Disziplin. Und man sagte über ihn, dass seine Knie denen von Kamelen ähnelten, da er so viel auf seinen Knien lag, um zu beten. Nicht umsonst war er auch einer der leitenden Männer der ersten Christen und der ersten Gemeinde.

„Vor allen Dingen aber, meine Geschwister, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei

der Erde noch mit einem anderen Eid. Euer Ja soll ein Ja und euer Nein ein Nein sein…“

(Jakobus 5:12)

Wie gesagt, geht es Jakobus hier nicht darum ein Gebot gegen das Schwören aufzustellen, sondern es geht ihm um weit mehr. Es geht ihm um unsere Integrität – unsere Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit und Glaubwürdigkeit.

Denn Jakobus spricht ein ganz bestimmtes Problem an.

Wie wir gesagt haben, dürfen wir schwören. Doch hat Gott dies an EINE Bedingung geknüpft: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten, ihm dienen und bei Seinem Namen schwören.“ (5.Mose 6:13)

Nur bei Seinem Namen schwören. Denn man schwört immer bei einer höheren Instanz

(Hebräer 6:16), deren Autorität man mit dem Eid gleichzeitig anerkennt.

Aber dieses Gebot verdrehten die Pharisäer zu ihrem Vorteil. Sie sagten: „Wahre Gelübde sind also nur solche, die den Namen Gottes beinhalten. Wenn wir nur beim Himmel, der Erde oder ähnlichem schwören, ist der Eid nicht verbindlich und darf gebrochen werden.“

Es war also wie mit den gekreuzten Fingern hinter dem Rücken.

Und als sie das eingeführt hatten, fingen sie an, bei allen möglichen Gelegenheiten zu schwören. Aber nicht jeder Eid war bindend und musste eingehalten werden.

Und sowohl Jakobus wie auch Jesus sagen eigentlich: „Leute, hört auf damit! Denn ihr versteht zwei Dinge nicht: Erstens, ihr könnt Gott nicht aus eurem Schwur ausklammern. Er wird ihn dennoch ernst nehmen, da Ihm alles gehört und ihr somit immer bei Ihm schwört (Matthäus 5:34-35). Und zweitens: das traurige ist, dass eure Mitmenschen euch nicht mal mehr vertrauen können, wenn ihr schwört! Ich sage euch nun, wie es eigentlich sein soll: „Euer Ja soll ein Ja und euer Nein ein Nein sein.““

Und damit ist nicht nur gemeint, dass unser Ja auch tatsächlich Ja und unser Nein auch wirklich Nein bedeuten soll. Das allein ist nicht gemeint, sondern es geht um unseren ganzen Lebenswandel. Es geht ebenso darum, dass wenn wir etwas sagen, wir auch dementsprechend handeln.

Mit anderen Worten: „Ihr Lieben, bei euch sollte es gar nicht notwendig sein, dass andere einen Schwur von euch haben wollen, um euch vertrauen zu können. Sondern euer Reden und Handeln sollte so von Integrität durchdrungen sein, dass ihnen euer Ja und Nein genügt und sie wissen: Er/Sie wird zu seinem/ihrem Wort stehen.“

Christen sollten die integersten, vertrauenswürdigsten, zuverlässigsten, verbindlichsten und glaubwürdigsten Menschen sein!

Bevor wir uns nun den Grund dafür ansehen, lasst uns gemeinsam ein paar Augenblicke darüber nachdenken, wie das, was Gott uns hier durch Jakobus sagt, in unserem Leben praktische Anwendung findet:

1. Du sagst nichts, was du nicht wirklich halten willst oder ernst meinst

Wenn du Dinge sagst, wie: „Wir müssen uns unbedingt mal wieder treffen“ oder jemand zu dir sagt: „Es wäre voll cool, wenn wir dies oder jenes unternehmen würden“ und du antwortest: „Ja, unbedingt!“ – dann meine es auch ernst und sage es nicht, wenn du es nicht wirklich halten willst!

Und wenn du es ernst meinst und halten willst, dann zeige das doch auch, indem du derjenige oder diejenige bist, die das entweder immer wieder zur Sprache bringt oder indem du Initiative ergreifst, und die ersten Schritte gehst.

Dabei geht es nicht um die Frage, ob wir es vielleicht nicht werden einhalten können (vgl. Jakobus 4:13-15), sondern um den Willen, es einhalten zu wollen.

Und wenn du etwas nicht ernst meinst oder einhalten willst, dann sag es einfach gar nicht erst!

2.Du stehst jederzeit zu dem, was du gesagt hast

Wenn du zu etwas (z.B. einem Treffen, einer Veranstaltung, einer Geburtstagsfeier, einer Überraschungsparty, oder allem anderen) zugesagt hast, gehst du auch hin!

Wenn du zu einer bestimmten Zeit zugesagt hast, bist du bestrebt auch dann dort zu sein!

Wenn du versprochen hast, etwas nicht weiter zu erzählen, tust du es auch nicht!

Wenn du zugesagt hast, an einem Dienstbereich teilzunehmen und dich einzubringen, dann tue es auch! Sowohl, indem du dich bei Fragen meldest und Antwort gibst, als auch, dass du da bist, wenn du dran bist!

Es darf nicht sein, dass auf uns kein Verlass ist! Es kann nicht sein, dass wir nicht zu unserem Wort stehen!

Und ja, es kann sein, dass es mal vorkommt, dass wir etwas absagen müssen, zu dem wir eigentlich zugesagt haben. Aber die große Frage dabei ist:

Wann sagst du ab? Rechtzeitig oder erst kurz vorher, sodass niemand mehr umplanen kann, bereits Mühe und Arbeit in allerlei Vorbereitung investiert wurde und vergeblich auf dich gewartet wurde?! Oder auch, sodass Arbeit liegen bleibt, weil man mit dir gerechnet hat.

Warum sagst du ab?

Sind wir dazu geneigt, unser Versprechen zu „vergessen“, sobald uns dies Vorteile bringt? Wie schnell sind wir bereit, unsere Zusage zu widerrufen, wenn sich eine „bessere“ Aussicht bietet (eine andere Einladung; eine scheinbar günstige und nicht so schnell wiederkehrende Gelegenheit; der Film läuft, den wir unbedingt mal sehen wollten; wir uns doch lieber ausruhen wollen, da es doch zu einer Uhrzeit stattfindet, mit der wir nicht gerechnet haben; liegt es vielleicht daran, dass der andere uns nicht so wichtig ist, wie wir selbst; etc.)? Stehen wir zu unserem Wort?

„HERR, wer darf in deinem Zelt weilen? Wer darf auf deinem heiligen Berg wohnen? … wer sich selbst zum Schaden schwört und es doch hält“ (Psalm 15:1+4) 3

* Jetzt sagst du vielleicht: „Nein, ich habe wirklich gute Gründe. Ich stecke gerade einfach in einer krassen Prüfungsphase.“ Oder: „Ich habe eine Krankheit und ein anhaltendes Leiden.“ Ich werde nun niemandem sagen, dass er/sie nicht für die Prüfungen lernen soll oder man sich bei einer Krankheit nicht auch mal zurückziehen und erholen darf. ABER ich möchte dir eine Frage stellen, die du für dich selbst beantworten musst – denn ich kann nicht in dein Herz sehen: Ist es wirklich so, dass du aufgrund von Krankheit oder Prüfungen nicht zu deinem Wort stehen kannst? Oder ist es inzwischen zu einer Entschuldigung und Ausrede geworden, dass du nicht zu deinem Wort stehen musst? Es kann so schnell passieren, dass aus guten Gründen, schlechte Ausreden werden.

Jetzt magst du möglicherweise denken: „Das sind aber wirklich strenge und harte Worte.“ Ich weiß. Aber manchmal sind strenge und harte Worte das liebevollste, was du Menschen sagen kannst! Besonders dann, wenn es Gottes Worte sind und Er uns sogar Gründe dafür gibt, warum wir so leben sollen.

Jesus sagte: „Ihr sollt sagen: ‚Ja, ja; nein, nein.‘ Was darüber hinausgeht, das ist vom Bösen.“

Warum? Weil der Teufel ein Lügner und der Vater der Lüge ist (Johannes 8:44). Und Er will nicht, dass du hierin eines seiner Kinder bist.

Und Jakobus gibt uns noch einen anderen Grund:

III. Gericht

„Euer Ja soll ein Ja und euer Nein ein Nein sein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt.“

Wer der Richter ist, hat Jakobus ein paar Verse vorher bereits geklärt (5:8-9). Doch wie wird die Anklage lauten?

1. Wir verletzen die, die Jesus liebt.

* Bei all den Dingen, die wir genannt haben, gilt das, was Jakobus bereits in Kapitel 3, Vers 5-6 schreibt: „So ist auch die Zunge ein kleines Feuer, welch einen Wald zündet es an! Und die Zunge ist auch ein Feuer, eine Welt der Ungerechtigkeit…“

Manchmal fügen wir mit unseren Worten den anderen die größten und tiefsten Wunden zu. Denn wenn du ihnen etwas zusagst, rufst du in ihren Herzen einen Wunsch, eine Hoffnung, eine Freude hervor, die du im nächsten Augenblick gnadenlos zerschmetterst. Und es entsteht Enttäuschung, Frustration und Verletzung – selbst wenn das nie deine Absicht war. Mit die größten Wunden bei Kindern hinterlassen falsche und enttäuschte Versprechungen der Eltern. Meint ihr das ändert sich, nur weil wir älter werden?

Und Jesus identifiziert sich so sehr mit denen, die er liebt, dass er sagt: „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr für einen von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr für mich getan.“ und „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr für einen von den Geringsten nicht getan habt, das habt ihr für mich auch nicht getan.“ (Matthäus 25:40+45) Deshalb sage nicht, dass das alles nicht so schlimm ist und die anderen sich nicht so anstellen sollen. Jesus selbst nimmt es sehr ernst!

2.Wir ziehen Ihn, Seinen Namen und die Glaubwürdigkeit der Botschaft mit hinein.

Oft sind wir der Meinung, dass es dabei ja nur um uns ginge und im schlimmsten Falle unser guter Ruf oder unser Ansehen darunter leiden würde. Aber das ist nicht wahr! Schon zum Schwören hatte Gott gesagt: „Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und nicht den Namen eures Gottes entheiligen…“ (3.Mose 19:12) und „Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht“ (2.Mose 20:7). Du meinst: „Aber ich schwöre ja nicht und kann deshalb seinen Namen auch nicht missbrauchen oder entheiligen“. Aber du weißt schon, dass Sein Name über uns genannt ist, oder? (2.Chronik 7:14 + Jakobus 2:7)

Wir nennen uns selbst Christen (d.h. Nachfolger Christi) und ziehen damit immer seinen Namen mit hinein. Und was ist unsere Aufgabe als Kinder Gottes? Was fordert Gott von uns? „Als gehorsame Kinder verhaltet euch nicht wie früher, … sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig in eurem ganzen Lebenswandel. Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig [3.Mose 11:44 + 19:2].“ Wir sollen Gott und Sein Wesen widerspiegeln. Wie ist Gott? „Denn das Wort des HERRN ist wahrhaftig; und was er zusagt, das hält er gewiss.“ (Psalm 33:4) – vgl. auch Josua 21:45 + Titus 1:2 + Hebräer 6:18

Wir sind Repräsentanten Gottes und wie Paulus schreibt „Botschafter an Christi statt“ (2. Korinther 5:20). Es geht nicht nur um unsere Glaubwürdigkeit, sondern ebenso um die Glaubwürdigkeit der Nachricht, deren Botschafter wir sind (siehe die Bibelstellen, die besagen, dass um des Lebenswandels mancher Menschen das Wort Gottes verlästert wird – z.B. 2.Petrus 2:2 + Römer 2:23-24 + Titus 2:5,8,10). Denn wenn wir Menschen sind, denen andere nicht vertrauen können, wieso sollten sie uns glauben, sobald wir ihnen von Gott erzählen? Und dabei ist es so wichtig, dass sie diese Botschaft hören! Und wenn du heute hier bist und bisher nicht viel von Gott gehört hast, hör bitte jetzt hin. Denn bei Gott ist Sein Ja wirklich ein Ja und Sein Nein wirklich ein Nein. Er steht zu Seinem Wort und hält, was Er sagt. Und was hat Er gesagt?

„Wer an Jesus Christus glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einziggeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat … Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben. Wer aber nicht

glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Johannes 3:18+36)

Aufgrund unserer Sünde liegt Gottes Zorn auf uns. Wir wurden geschaffen, um Gott allein anzubeten und Ihm zu dienen. Doch wir entschieden uns dazu, uns selbst oder anderen Dingen zu dienen und sie anzubeten. Dies bezeichnet die Bibel auch als Sünde und wir alle sind dessen schuldig geworden. Da Gott aber heilig ist und keine Sünde in Seiner Gegenwart bestehen kann, stehen wir unter Seinem Zorn und das Urteil lautet ewige Verdammnis statt ewigen Lebens in der Gegenwart Gottes, die allein unserem Herzen vollkommenen Frieden, Freude und Erfüllung geben kann.

ABER Gott wurde in Jesus Christus Mensch. Er lebte das sündlose Leben, das wir hätten Leben sollen; Er nahm unsere Sünde auf sich und bezahlte den Preis dafür, indem Er am Kreuz den Tod starb, den wir verdient hatten. Und dafür schenkt Er uns Seine Gerechtigkeit, sodass wir eines Tages vor Gott stehen können und das Urteil lauten wird: Nicht schuldig! Doch das Grab konnte Ihn nicht halten und Er ist am dritten Tag auferstanden. Er lebt. Er regiert. Und Er tritt vor Gott dem Vater für uns ein. Die einzige Frage ist. Glaubst du das? Wenn du nicht an Jesus als deinen Herrn und Retter glaubst, liegt das Nein Gottes auf deinem Leben. Wenn du aber an ihn glaubst, liegt genauso Gottes unumstößliches Ja auf deinem Leben!

„Denn alle Verheißungen Gottes sind Ja in ihm und sind Amen in ihm, Gott zur Ehre durch uns.“ (2.Korinther 1:20)

Und das gilt sowohl für deine Rettung und das ewige Leben, als auch dafür, wenn du nun hier sitzt und merkst, dass du als Repräsentant Gottes versagt hast. War dein Ja nicht immer Ja und dein Nein nicht immer Nein? Hast du andere verletzt? Und dem Namen Gottes und deines Retters keine Ehre gemacht? Dann darfst du wissen, dass dir in Christus dennoch alle Verheißungen Gottes gelten. Denn selbst, „wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen“ (2.Timotheus 2:13) und er hat versprochen, dass wenn du an Christus glaubst, Er dir alle deine Schuld, all dein Versagen und deine Unzulänglichkeit vergibt und sie ins tiefste Meer werfen wird. Gottes Ja zu dir steht in Christus vollkommen fest, wenn du an Ihn als deinen Herrn und Retter glaubst! Und Er hat versprochen dir ein neues Herz zu geben, dass Seine Gebote befolgen will und dich dazu befähigt, sie befolgen zu können.

Und somit ist Gott widerzuspiegeln eine ernste und entscheidende Forderung, aber gleichzeitig auch unsere größte Freude und die Hoffnung für diese Welt. Denn wir dürfen als Lichter in diese dunkle Welt scheinen und mit unserer Integrität, unserer Zuverlässigkeit und unserer Glaubwürdigkeit der Welt zeigen, wer Gott ist und, dass in Christus Gottes Ja und somit Rettung, Vergebung und Freude zu finden ist!

Ich möchte nicht, dass ihr denkt, Jakobus will uns eine Last auferlegen. Darum geht es ihm nicht. Er selbst nennt das Gesetz Gottes das „Gesetz der Freiheit“. Denn er wusste, dass dieses Gesetz uns dazu befreien will, Gott zu lieben, indem wir sehen, dass Er in Christus ein Ja zu uns gefunden hat, und wir deswegen voller Liebe und Dankbarkeit aus dieser Motivation der Welt zeigen wollen, was für einen großartigen Gott wir haben! Und, dass es uns dazu befreit unsere Nächsten zu lieben, sie nicht zu verletzen, sondern ihnen mit der Liebe Gottes zu begegnen.

Hierzu wurden wir berufen und darin finden wir vollkommene Erfüllung, Freude und Frieden! Das ist es worum es Jakobus hier geht.

Amen!




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